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Glossar

Fachbegriffe aus Kardiologie und Pneumologie

Als Patientin oder Patient der Arztpraxis Baden können Sie sich darauf verlassen, dass wir alle Untersuchungen und Ergebnisse ausführlich und verständlich mit Ihnen besprechen. Wenn Sie Fragen haben, kommen Sie bitte jederzeit auf uns zu. Vorab erklären wir hier 72 häufig verwendete Begriffe.

Fachbegriffe aus der Kardiologie

ACE-Hemmer

sind eine Gruppe von Medikamenten, die in der Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie) und Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) eingesetzt wird, um den Blutdruck zu senken und das Herz zu entlasten. ACE steht für Angiotensin-konvertierendes Enzym. Dieses Enzym ist unter anderem an der Blutdruckregulierung beteiligt. Indem seine Wirkung blockiert wird, stellen sich die Blutgefässe weit. Dadurch vergrössert sich der Durchmesser in den Arterien. Das lässt den Blutdruck sinken und entlastet das Herz, indem es gegen einen geringeren Gefässwiderstand anpumpen muss.

Angina pectoris

bedeutet Brustenge. Kardiologen bezeichnen diese plötzlich auftretenden und meist sehr starken Schmerzen in der Herzgegend als Stenokardie. Sehr oft strahlen die Schmerzen bei einem akuten Anfall von Angina pectoris in die Arme und ins Gesicht (vor allem den Kiefer) aus. Brustenge gehört zu den häufigsten Symptomen in der Kardiologie. Angina Pectoris ist ein deutlicher Hinweis auf eine koronare Herzkrankheit, kann aber auch Vorbote eines Herzinfarktes sein. Akute Brustengebeschwerden sollten Sie unbedingt ernst nehmen und umgehend einen Rettungswagen verständigen.

Angioplastie

ist die Bezeichnung für einen Eingriff zur Erweiterung bzw. Eröffnung von Blutgefässen, die durch ein Blutgerinnsel (Thrombus) verstopft sind. Angioplastien werden vor allem zur operativen Therapie bei koronarer Herzkrankheit (KHK) und Herzinfarkt angewendet. Viele Menschen kennen die Angioplastie unter dem Begriff Ballondilatation.

Arterien

sind die Blutgefässe, die das Blut vom Herzen in den Körper befördern, also den Organismus mit sauerstoffreichem Blut versorgen. Das zum Herzen zurückführende Blut fliesst durch die Venen. Arterien verzweigen sich von der Hauptschlagader (Aorta) aus in immer kleinere Arterien. Die nächst kleinere Form dieser Adern wird als Arteriolen bezeichnet, die kleinste als Haargefässe oder Kapillaren. Erkrankungen wie Koronare Herzkrankheit gehen vor allem auf eine mangelhafte Durchblutung der Arteriolen und Kapillaren der Herzumgebung einher.

Arterienverkalkung

ist der umgangssprachliche Ausdruck für eine Verengung der Arterien durch – unter anderem – kalkhaltige Beläge (Plaques), die den inneren Durchmesser der Blutgefässe verkleinern und die Gefässwand schädigen. Diese sogenannte Atherosklerose ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Arteriosklerose

wird umgangssprachlich auch als Arterienverkalkung bezeichnet. Genau genommen ist es aber eine Verhärtung der Arterien.

Atherosklerose

ist die häufigste Form der Arteriosklerose, die umgangssprachlich auch als Arterienverkalkung bezeichnet wird. Tatsächlich verkalken Arterien aber nicht. Vielmehr bilden sich in „verkalkten“ Blutgefässen an der Gefässinnenwand sogenannte Plaques (Atherome), die vor allem aus Fett und Eiweissen (und einem kleineren Anteil an Kalk) bestehen. Die grösste Gefahr von Atherosklerose besteht darin, dass solche Plaques (oder Teile davon) sich lösen und eine Arterie verschliessen. Zudem können diese Atherome reissen. Das wiederum führt zu Blutgerinnseln in den Arterien. Je nach Lage einer solchen Arterie sind Schlaganfall (Apoplex) oder Herzinfarkt die Folge.

Aortenstenosen

Aortenstenosen sind erworbene oder angeborene Verengungen (Stenosen) der Hauptschlagader (Aorta). Durch die Aortenklappe fliesst sauerstoffreiches Blut aus dem Herzen in den Körper. Bei einer verengten Aortenklappe wird das Herz unnötig belastet, weil es gegen einen erhöhten Widerstand anpumpen muss. In schweren Fällen muss eine verengte Aortenklappe durch eine künstliche Herzklappe ersetzt werden.

Arrhythmie

ist in der Kardiologie ein Sammelbegriff für krankhaft veränderten Herzschlag. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist auch von Herzrhythmusstörungen die Rede. In der ambulanten Praxis sind vor allem beschleunigter Herzschlag (Tachykardie), verlangsamter Herzschlag (Bradykardie) und unregelmässiger Herzschlag (Arrhythmie) von Belang. Im klinischen Bereich sind beispielsweise Vorhofflattern und Kammerflimmern häufige und zum Teil lebensbedrohliche Formen der Arrhythmie.

AV-Knoten

ist die Abkürzung für den atrioventrikulären Knoten. Der AV-Knoten ist ein wichtiger Bestandteil der elektrischen Steuerzentrale des Herzens. Es handelt sich um eine vergleichsweise kleine Gruppe von Zellen am Übergang von Hervorhof zu Herzkammer, die nach dem Sinusknoten als sekundärem Taktgeber an der Weiterleitung der elektrischen Impulse beteiligt ist, mit denen das fein abgestimmte Gleichgewicht der Herzmuskulatur gesteuert wird.

Ballondilatation

ist eine Methode, um verengte oder verschlossene arterielle Blutgefässe zu weiten bzw. zu öffnen. Bei einer Ballondilatation wird ein kleiner Schlauch (Katheter) bis an die Verengung der Arterie vorgeschoben. Dann wird durch den Katheter ein kleiner Ballon platziert und am Ort der Verengung vorsichtig „aufgeblasen“. Häufig wird ein so geweitetes Blutgefäss anschliessend durch einen sogenannten Stent stabilisiert. Stents bilden praktisch eine Art Stützmauer, ähnliche wie die Verkleidung eines Brunnens oder Tunnels.

Beta-Blocker

sind eine Gruppe von Medikamenten, die vor allem bei Bluthochdruck und bei ausgeprägter Herzschwäche angewendet werden. Meistens werden sie mit ACE-Hemmern kombiniert. Betablocker werden auch als Beta-Rezeptorenblocker, β-Blocker oder Beta-Adrenozeptor-Antagonisten bezeichnet. Alle diese Bezeichnungen beziehen sich darauf, wie Betablocker ihre Wirkung entfalten. Ganz vereinfacht lässt es sich kurz so erklären: Bei der Regulierung des Blutdrucks spielen die Hormone Adrenalin und Noradrenalin eine wichtige Rolle. In den Blutgefässen docken diese Hormone an Bindungsstellen (den Beta-Rezeptoren) an. Dadurch vermitteln sie, dass die Blutgefässe sich zusammenziehen. In engen Blutgefässen steigt der Blutdruck. Gleichzeitig wird das Herz belastet, weil es gegen einen höheren Widerstand anpumpen muss. Medikamente aus der Gruppe der Beta-Blocker sind so gebaut, dass sie ebenfalls an den Betarezeptoren andocken können. Im Unterschied zu Adrenalin oder Noradrenalin lösen sie dort aber keine engstellende Wirkung aus. Dadurch steigt der Blutdruck nicht weiter an – und auch das Herz wird durch die Weitstellung der Blutgefässe entlastet.

Bradykardie

Fachausdruck für verlangsamten Herzschlag unterschiedlichster Ursache. Mediziner sprechen auch davon, ein Patient mit verlangsamtem Herzschlag sei bradykard.

Cardioverter

Ein besonderes Verfahren zur Überwachung der Herzaktivität und Behandlung von Herzrhythmusstörungen sind implantierte Cardioverter-Sonden. Dabei werden Elektroden in Vorhof und/oder Kammer der rechten Herzhälfte eingeführt. Diese erkennen gefährliche Veränderungen des Herzschlags und reagieren mit einem elektrischen Impuls entsprechend darauf.

Defibrillation

ist eine Methode, um lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern und Kammerflattern zu behandeln. Dabei werden Stromstösse angewendet, um die Herzaktivität zu normalisieren. Die Geräte dafür werden als Defibrillatoren bezeichnet. Viele Menschen kennen Defibrillatoren als kastenförmige Geräte mit 2 Paddeln, über die die Stromstösse abgegeben werden. Solche Defis werden etwa in Krankenhäusern eingesetzt oder sind an öffentlichen Plätzchen als Notfallhilfen vorhanden. Es gibt Defibrillatoren aber auch in Miniaturform: als implantierter Herzschrittmacher.

Echokardiografie

ist eine bildgebende Untersuchung des Herzens per Ultraschall (Sonografie). Nach dem Elektrokardiogramm gehört die Echokardiografie zu den wichtigsten diagnostischen Methoden in der ambulanten Kardiologe. Wie diese aufschlussreiche Methode in der Arztpraxis Baden eingesetzt wird, lesen sie hier: Echokardiografie.

EKG

ist die Abkürzung für Elektrokardiogramm. Mit einem EKG werden die elektrischen Herzströme gemessen. Elektrokardiogramme sind eines der wichtigsten diagnostischen Mittel in der Kardiologie. In der Arztpraxis Baden setzen wir neben dem normalen EKG auch ein Belastungs-EKG und 24-h-EKG ein, um beispielsweise Herzkranzgefässerkrankungen oder Herzrhythmusstörungen zu erkennen oder den Erfolg von therapeutischen Massnahmen zu überwachen.

Gefässwiderstand

ist eine wichtige Messgrösse, um die Durchlässigkeit von Blutgefässen zu bestimmen. Der Gefässwiderstand ist der physikalische Strömungswiderstand, den ein Gefäss dem Blutstrom entgegensetzt. Viele Herz- und Kreislauferkrankungen gehen mit einem vergrösserten Gefässwiderstand einher. Zwei Beispiele:

  1. Wenn das Herz eine bestimmte Menge Blut durch eine verengte Arterie pumpt, steigt der Blutdruck in dieser Arterie höher als in einer Arterie mit grösserem Durchmesser. Deshalb werden in der Therapie von Bluthochdruck häufig Medikamente wie Betablocker eingesetzt, die den Gefässwiderstand senken, indem sie die Arterien erweitern.
  2. Wenn das Herz über lange Zeit gegen einen erhöhten Gefässwiderstand anpumpen muss, vergrössert sich der Herzmuskel. Anders als bei vielen anderen Muskeln ist dieser Effekt am Herzen nicht gewünscht. Denn ein stärkerer Herzmuskel mit verdickten Herzwänden beispielsweise, wird mit der Zeit weniger beweglich und erschöpft sich. Zudem gerät durch den Muskelzuwachs mitunter das komplizierte Gleichgewicht der Blutströme im Herzen aus dem Gleichgewicht. Beide Effekte fördern Herzschwäche.
Herzinfarkt

ist eine der häufigsten Todesursachen in der westlichen Welt. Es gibt viele Formen des Herzinfarktes, nicht alle verlaufen tödlich. Allen Formen ist aber gemeinsam, dass ein Teil des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird und dadurch Schaden nimmt oder ganz abstirbt. Grund für die Mangelversorgung sind verstopfte oder nicht ausreichend durchlässige Arterien. Ursache dieser Verengungen oder Verstopfungen wiederum sind vor allem Atherosklerose und koronare Herzkrankheit (die mit verengten Herzkranzgefässen einhergeht).

Herzinsuffizienz

ist der medizinische Oberbegriff für unterschiedliche Formen der Herzmuskelschwäche.

Herzkammer

Das menschliche Herz besteht aus zwei Herzkammern, der linken und der rechten Herzkammern, sowie aus den dazugehörigen Vorhöfen. Die rechte Herzkammer gehört zum Lungenkreislauf. Über den rechten Herzvorhof gelangt das verbrauchte sauerstoffarme Blut aus den Venen in die rechte Herzkammer. Von dort fliesst es in die Lunge, wird mit Sauerstoff angereichert und gelangt dann zurück in den linken Vorhof. Von dort wird es über die linke Herzkammer durch die Aorta in den Organismus gepumpt.

Herzkatheter

ist die verkürzte Bezeichnung für eine Herzkatheteruntersuchung. Wobei der Begriff „Untersuchung“ nicht immer ganz treffend ist. Ein Herzkatheter kann nämlich sowohl diagnostischen Zwecken dienen als auch ein minimal-invasiver therapeutischer Eingriff sein, bei dem ein herznahes Blutgefäss mit einer Ballondilatation geweitet und/oder mit einem Stent stabilisiert wird. Bei einem Katheter wird ein sehr dünner, biegsamer und hohler Plastikschlauch durch eine Leistenarterie bis an das Herz geführt. Durch den Hohlraum kann der Operateur beispielsweise eine Kamera mit Lichtquelle führen und sich so ein sehr gutes Bild vom Gefässzustand machen. Zudem kann er OP-Besteck durch den Katheter führen, um beispielsweise Gewebeproben zu nehmen, einen Stent zu setzen oder die Arterie mit einem Ballon zu weiten.

Herzschwäche

ist der umgangssprachliche Ausdruck für Herzinsuffizienz. Das Herz kann aus den unterschiedlichsten Gründen geschwächt werden. An Krankheitsbildern unterscheiden Mediziner ganz grob in Globalinsuffizienz (beide Herzkammern sind betroffen), Rechtsherzinsuffizienz (rechte Herzkammer ist betroffen) und Linksherzinsuffizienz (linke Herzkammer ist betroffen). Je nach Art der Herzschwäche sind die Beschwerden unterschiedlich.

Hypertonie

ist der Fachausdruck für Bluthochdruck. Blutdruck wird vor allem in 2 Werten gemessen: der Systole und der Diastole. Systole ist der erste Blutdruckwert. Dieser Wert ist der maximale Druck, mit dem Blut aus dem Herzen in den Körper gepumpt wird. Die Diastole ist der zweite der beiden Blutdruckwerte. Nach dem Pumpstoss zieht sich die Herzkammer wieder zusammen und wird erneut mit Blut gefüllt. In der Entspannungsphase, in der kein Blut über die Hauptschlagader in den Körper gepumpt wird, sinkt der Druck in den Blutgefässen. Der dabei erreichte niedrigste Druck ist der diastolische Wert. Deshalb ist der systolische Blutdruck höher als der diastolische Blutdruck.

Wann Bluthochdruck tatsächlich zu hoch ist, ist immer wieder Gegenstand von wissenschaftlichen Auseinandersetzungen. Die meisten Mediziner gehen davon aus, dass ein systolischer Wert von mehr als 140 mmHG und/oder ein diastolischer Wert über 90 mmHG als zu hoch gelten. Ob geringfügig oder gelegentlich erhöhte Blutdruckwerte behandelt werden müssen oder nicht, lässt sich erst nach einer eingehenden Untersuchung beurteilen.

Karotisstenose

oder Carotisstenose ist eine Verengung (Stenose) der Halsschlagader (Karotis oder Carotis). Über die Halsschlagader wird unser Gehirn durchblutet. Wenn durch eine Karotisstenose nicht ausreichend frisches Blut (und damit Sauerstoff) in das Gehirn gelangt, können Gehirnzellen minderversorgt werden oder absterben, es kommt also zu neurologischen Ausfällen bis hin zu einem Schlaganfall.

Koronare Herzkrankheit

ist ein Sammelbegriff für Herzerkrankungen, die mit einer krankhaften Veränderung der Herzkranzgefässe einhergehen. Die Herzkrankgefässe sind ein feines Netzwerk von Blutgefässen (Arteriolen und Kapillaren), die den Herzmuskel mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Häufigste Ursache für koronare Herzkrankheit oder KHK ist Atherosklerose.

Myokardinfarkt

ist der medizinische Begriff für Herzinfarkt.

NYHA-Klassifikation

ist eine international abgestimmte Skala für die Schwere von Herzmuskelschwäche. NYHA steht „New York Heart Association Classification". Die NYHA-Klassifikation ist in vier Grade eingeteilt:

  • NYHA I: Die Herzschwäche ist bei einer Untersuchung erkennbar, verursacht aber noch keine körperlichen Einschränkungen oder Beschwerden.
  • NYHA II: Die Herzschwäche verursacht bei körperlicher Aktivität leichte Einschränkungen, aber keine Beschwerden bei Ruhe.
  • NYHA III: Die Herzschwäche verursacht bei körperlicher Aktivität mittlere bis starke Einschränkungen, aber keine Beschwerden bei Ruhe.
  • NYHA IV: Die Herzschwäche verursacht auch bei Ruhe körperliche Beschwerden.
Ödeme

sind Ansammlungen von Gewebewasser, die bei Beinödemen beispielsweise schnell als teigige Schwellungen sichtbar werden. Ödeme können aber auch in Organen entstehen. Ein Beispiel dafür ist das Lungenödem. Ödeme entstehen vor allem durch Venenschwäche sowie durch Störungen der Durchblutung oder des Lymphflusses. Dann gelangt Wasser aus den Venen in das umliegende Gewebe und sammelt sich dort. Wassereinlagerungen infolge von Linksherzinsuffizienz bilden sich bevorzugt in den Unterschenkeln, Knöcheln und in den Füssen. Folge sind unter anderem schwere und geschwollene Beine. Bei anhaltender Rechtsherzinsuffizienz sammelt sich Wasser mitunter in der Leber, dem Magen oder Bauchhöhle. Eine wichtige Ursache von Ödemen sind auch Medikamente wie entzündungshemmende Glukokortikoide oder herzstärkende und blutdrucksenkende Wirkstoffe aus der Gruppe der Calciumantagonisten wie Nifedipin, Verapamil oder Diltiazem.

Tachykardie

Fachausdruck für beschleunigten Herzschlag unterschiedlichster Ursache. Mediziner sprechen auch davon, ein Patient mit beschleunigtem Herzschlag sei tachykard.

Thrombose

ist ein Krankheitsbild, das durch einen Blutpfropfen oder Thrombus verursacht wird. Gefässverschlüsse durch ein losgelöstes gefässverschliessendes Blutgerinnsel (Embolus) sind insbesondere als Komplikation nach Operationen gefürchtet, da sie beispielsweise lebensgefährliche Embolien wie eine Lungenembolie verursachen können.

Venen

sind die Blutgefässe, die das Blut aus dem Körper zurück zum Herzen führen. Dabei müssen viele Venen, beispielsweise die grossen Beinvenen, gegen die Schwerkraft arbeiten. Daher sind viele der grossen und mittelgrossen Venen mit einem Klappensystem ausgestattet, das ein Rückfliessen des Blutes verhindert. Um den Rückfluss des Blutes zum Herzen zu unterstützen, übernehmen die Bein- und Fussmuskeln einen grossen Teil der Pumpfunktion. Mit jeder Anspannung pressen diese Muskeln die Venen etwas zusammen – und damit das Blut nach oben zum Herzen.

Fachbegriffe aus der Pneumologie

Acetylcholin

ist ein körpereigener Botenstoff, der Muskelzellen aktiviert und so dazu führen kann, dass die Bronchien sich verengen. Medikamente mit Acetylcholin stimulierenden Wirkstoffen sind daher für Menschen mit Atemwegserkrankungen häufig nicht geeignet.

Allergene

werden Substanzen oder Reize genannt, auf die Menschen allergisch reagieren. Bei entsprechender Neigung kann eine Vielzahl von Substanzen oder Reizen Allergien auslösen. In der pneumologischen Praxis ist allergisches Asthma von besonderer Relevanz.

Allergisches Asthma

ist eine der besonders häufigen Erkrankungen in der pneumologischen Praxis. Allergisches Asthma kann akut als Reaktion auf ein Allergen verlaufen, aber auch chronisch werden.

Alveolen

ist die Fachbezeichnung für die kleinen Lungenbläschen. Diese stehen in enger Verbindung mit den kleinsten Blutgefässen der Lunge, den sogenannten Lungenkapillaren. In den Alveolen wird der Sauerstoff aus der Atemluft aufgenommen und über das Kapillarsystem in das Blut weitergegeben. Gleichzeitig wird Kohlendioxid aus dem Körper in die Alveolen abgegeben und ausgeatmet. Mediziner sprechen hier vom Gasaustausch. Ein gesunder Mensch hat etwa 300 Millionen Lungenbläschen. Das entspricht einer Oberfläche von etwa der Grösse eines Fussballfeldes. Bei Lungenerkrankungen wie COPD kann die Zahl der Lungenbläschen so weit schrumpfen, dass sie nur noch der eines Handtuchs entspricht.

ASIT

ist die Abkürzung für allergenspezifische Immuntherapie. Dabei handelt es sich um eine Form der sogenannten Hyposensibilisierung, die eine Therapieoption gegen allergisches Asthma sein kann.

Asthma

oder Asthma bronchiale ist eine der häufigsten Lungenerkrankungen. Asthma tritt häufig als allergisches Asthma auf. Allergien sind aber nicht zwingend die Ursache für diese Entzündung der Bronchien. Raucher beispielsweise leiden überdurchschnittlich oft unter Asthma. Zudem gibt es beispielsweise medikamentenbedingtes oder anstrengungsinduziertes Asthma. Die bei Asthma entzündeten Bronchien schwellen an. Dadurch entstehen Atemprobleme oder sogar Atemnot. Bei schweren Asthmaanfällen kann diese Atemnot lebensbedrohlich werden. Asthma kann akut verlaufen, aber auch chronisch. In der chronischen Verlaufsform zählt Asthma zu den chronisch-obstuktiven (dauerhaft zerstörerischen) Atemwegserkrankungen, die als COPD abgekürzt werden.

Auskultation

ist ein Teil der körperlichen Untersuchung, nämlich das Abhören der Lunge – in der modernen Medizin mit einem Stethoskop. Der Begriff leitet sich vom lateinischen Wort auscultare für zuhören oder abhorchen ab.

Beta-2-Sympathomimetika

sind eine Gruppe von pharmazeutischen Substanzen, die im sympathischen Nervensystem wirken. Dort binden Beta-2-Sympathomimetika an sogenannten Betarezeptoren, daher auch ihr Name. Diese Betarezeptoren vermitteln auf die glatte Muskulatur der Atemwege einen entspannenden Effekt. Das lindert Atemnot durch verengte oder verkrampfte Bronchien. Beta-2-Sympathomimetika wie Fenoterol, Reproterol, Terbutalin oder Salbutamol sind in vielen Dosieraerosolen gegen Asthma oder COPD enthalten.

Blutgaswerte

geben Kardiologen und Pneumologen wichtige Hinweise für die Diagnose von Herz- oder Lungenkrankheiten. Bei einer Analyse der Blutgaswerte werden unter anderem der Sauerstoffgehalt und die Sauerstoffsättigung des Blutes gemessen. Zu den Blutgaswerten zählt auch der Kohlendioxidgehalt des Blutes. In der Regel erfolgen Blutgasanalysen allerdings nur bei sehr schweren Erkrankungen, die eine Behandlung im Spital erfordern.

Bronchien

ist eine medizinische Bezeichnung für die Atemwege in der Lunge, die sich an die Luftröhre anschliessen. Die Bronchien verlaufen in zwei Hauptzweigen für den linken und den rechten Lungenflügel. Sie verästeln sich in Lappenbronchien, Segmentbronchien und Bronchiolen.

Bronchitis

ist eine Entzündung der Bronchien. Bronchitis kann akut oder chronisch verlaufen. In der Umgangssprache wird Bronchitis häufig auch als Husten bezeichnet. Genau genommen ist Husten aber nur ein Symptom der Bronchialschleimhautentzündung. Dabei versucht der Körper, den durch die Entzündung vermehrt gebildeten Bronchialschleim auszuwerfen. Bronchitis wird vor allem durch Viren im Rahmen von Erkältungen ausgelöst, kann aber auch durch Reizstoffe oder Allergien verursacht sein. Die chronische Bronchitis zählt zu den anhaltenden fortschreitenden Lungenerkrankungen, die als verengende Form auch als COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankungen) bezeichnet werden.

Bronchodilatatoren

sind eine Gruppe von Medikamenten, die zur Erweiterung der Bronchien bei Asthma, Bronchitis oder COPD eingesetzt werden. Zu den meistverwendeten Wirkstoffen dieser Gruppe zählen die sogenannten Beta-Sympathomimetika. Die in vielen Dosieraerosolen enthaltenen Anticholinergika wie Ipratropium, Tiotropium oder Oxytropium hemmen den körpereigenen Botenstoff Acetylcholin und haben so ebenfalls eine entspannende Wirkung auf die Bronchien. Weitere Bronchodilatatoren sind beispielsweise Theophyllin und Aminophyllin sowie Wirkstoffe aus der Gruppe der Phosphodiesterase-4-Hemmer. Andere Bezeichnungen für Bronchodilatatoren sind Broncholytikum oder Bronchospasmolytikum.

Broncholytikum

siehe Bronchodilatatoren

Bronchospasmolytikum

siehe Bronchodilatatoren

COPD

ist ein aus dem Englischen stammender Oberbegriff für chronische obstruktive Lungenerkrankungen, der sich mittlerweile auch bei uns eingebürgert hat. Die Abkürzung steht für Chronic Obstructive Pulmonary Disease. Übersetzt bedeutet das in etwa chronische verengende Lungenerkrankung. Zu COPD zählen auch chronisches Asthma, obstruktives Lungenemphysem und chronisch obstruktive Bronchitis. Die akute Bronchitis ist keine COPD, die chronische Bronchitis gehört erst dazu, wenn sie fortgeschritten ist und bereits die Luftwege einengt.

CAT-Score

ist eine Messgrösse, mit der die Schwere von Lungenerkrankungen bestimmt wird. Der Score (Wert) wird mit COPD Assessment Test ermittelt. Dabei handelt es sich um einen standardisierten Test mit 8 Fragen, der deutliche Hinweise auf eine eingeschränkte Lungenfunktion und mögliche Ursachen geben kann.

Cortisol

(auch Hydrocortison genannt) ist ein Hormon, das in der Nebennierenrinde gebildet wird. Es zählt zu den sogenannten Glukokortikoiden. Diese Substanzen haben stark entzündungshemmende Eigenschaften. Dabei handelt es sich allerdings eher um einen Nebeneffekt. Die meisten Menschen dürften Cortisol als Stresshormon kennen.

Cortison

ist eine in Medikamenten enthaltene inaktive Vorläufersubstanz des körpereigenen Hormons Cortisol.

FEV1-Wert

steht für eine Messgrösse in der Lungenfunktionsdiagnostik. FEV1 ist die Abkürzung von Forced Expiratory Volume in one second. Der Wert beschreibt, wie gross das Atemvolumen beim starken Ausatmen innerhalb von einer Sekunde ist. Der FEV1-Wert wird bei einer Ergospirometrie ermittelt.

Ganzkörperplethysmografie

ist ein Lungenfunktionstest, mit dem sich die totale Lungenkapazität und der Atemwegswiderstand bestimmen lassen. Das Diagnoseverfahren der Ganzkörperplethysmografie steht in der Arztpraxis Baden zu Ihrer Verfügung (siehe: Ganzkörperplethysmografie). Das Verfahren dient aber nicht nur der Diagnose von Herz- und Lungenerkrankungen, sondern kann auch bei sportmedizinischen Untersuchungen zur Kontrolle des Trainingsfortschrittes angewendet werden.

Glukokortikoide

sind eine Gruppe von medizinischen Wirkstoffen, die in der Pneumologie vor allem gegen allergisches Asthma und allergische Bronchitis angewendet werden. Sie haben stark entzündungshemmende Eigenschaften. Glukokortikoide werden in der Umgangssprache gelegentlich auch als Cortison oder Kortisone bezeichnet, da sie dem körpereigenen Nebennierenrindenhormon Cortisol nachempfunden sind.

Histamine

sind entzündungsvermittelnde Botenstoffe, die bei Allergien freigesetzt werden. Sie spielen eine wesentliche Rolle bei allergischem Asthma oder allergischer Bronchitis.

Hyposensibilisierung

ist ein Verfahren, um Allergien ursächlich zu behandeln. Bei dieser Therapie soll das Immunsystem von Allergikern an das symptomauslösende Allergen gewöhnt werden. Ein Verfahren der Hyposensibilisierung ist die allergenspezifische Immuntherapie (ASIT). Die Erfolgsaussichten einer Hyposensibilisierung hängen stark von der Art der Allergie ab. Lohnend erscheinen Versuche unter anderem bei allergischem Asthma oder allergischer Bronchitis durch Pollen oder Tierhaare.

Hypoxämie

nennen Mediziner einen Sauerstoffmangel im arteriellen Blut, der auf eine schwere Störung der Lungen- und/oder Herzfunktion hinweisen kann.

Hypoxie

ist die medizinische Bezeichnung für Sauerstoffmangel im Gewebe. Äusseres Symptom dieses Sauerstoffmangels ist eine Blaufärbung der Haut (Zyanose). Hypoxie kann ein Hinweis auf eine schwere Durchblutungsstörung oder einen Sauerstoffmangel im arteriellen Blut sein (siehe Hypoxämie).

IgE-Antikörper

dienen in der Lungenheilkunde vor allem dem Nachweis von Allergien als Ursache von allergiebedingten Atemwegserkrankungen wie Asthma oder Bronchitis. Eine erhöhte Konzentration der Immunoglobulin-E-Antikörper gilt als Nachweis einer allergischen Ursache. IgE-Antikörper sind ein Teil des Immunsystems und dort vor allem für die Abwehr von Parasiten zuständig. Zuweilen aber richten sie sich auch gegen harmlose Eindringlinge und verursachen durch die überschiessende Aktivität des Immunsystems allergische Symptome.

Leukotrien-Antagonisten

sind eine spezielle Gruppe von Wirkstoffen, die vor allem in der Vorbeugung von Asthmaanfällen bei chronischem Asthma angewendet werden.

Lungenemphyseme

werden umgangssprachlich als Überblähungen der Lunge bezeichnet. Lungenemphyseme sind meistens fortgeschrittene Stadien von COPD, bei denen bereits viele Alveolen (Lungenbläschen) unwiederbringbar verloren gegangen sind und die Lunge sich immer weiter aufbläht.

Lungenfibrose

ist eine Erkrankung, bei der sich vormals intaktes Lungengewebe zunehmend stärker bindegewebsartig verändert. Es gibt schätzungsweise mehr als 100 Formen der Lungenfibrose, von denen viele so selten sind, dass sie zu den seltenen Erkrankungen (Orphan Diseases) gezählt werden. Gemeinsam ist den Formen der Lungenfibrose, dass das Bindegewebe zwischen den Lungenbläschen (Alveolen) zunimmt, die Lunge versteift und so die Aufnahme von Sauerstoff erheblich gemindert wird.

Peak-Flow-Meter

sind kleine Messgeräte, mit deren Hilfe Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen ihre Atemstärke messen können. Sie dienen dazu, den Verlauf von Erkrankungen wie COPD täglich zu überwachen, um bei auffälligen Veränderungen der maximalen Atemstärke schnell reagieren zu können.

Pleura

ist die medizinische Fachbezeichnung für das Brustfell. Die Doppelhaut der Pleura besteht aus dem inneren Lungenfell, das die Lungenoberfläche überzieht, und dem äusseren Rippenfell, das die Brusthöhle auskleidet.

Pneumothorax

nennen Mediziner, wenn ein Lungenflügel ganz oder teilweise in sich zusammenfällt. Ein Pneumothorax ist ein medizinischer Notfall, der umgehend behandelt werden muss.

Pneumologie

ist der Fachbegriff für Lungenheilkunde, also die Lehre und Wissenschaft von Erkrankungen der Atemwege.

Pneumonie

ist der Fachausdruck für Lungenentzündung. Lungenentzündungen werden vor allem durch Viren, Bakterien und Pilze verursacht. Häufigster bakterieller Auslöser von Lungenentzündungen ist Streptococcus pneumoniae. Lungenentzündungen sind in der Schweiz die häufigste tödlich verlaufende Infektionskrankheit.

Pulmonale Hypertonie

ist der Fachbegriff für Lungenhochdruck. Lungenhochdruck ist meist ein Symptom von ganz unterschiedlichen Erkrankungen des Lungen-Kreislaufes. Das gilt beispielsweise für bestimmte Formen der Herzschwäche, aber auch für COPD.

Pulsoximeter

sind diagnostische Geräte, die den Puls und die sogenannte partielle Sauerstoffsättigung (SpO2) messen. Dieser Wert gibt an, wie viel des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin mit Sauerstoff beladen ist. Bei Erwachsenen gelten SpO2-Werte von mindestens 95 Prozent als gesund. Einbussen bei der Messung mit dem Pulsoximeter geben unter anderem Hinweise auf eine Unterfunktion von Lungen und/oder Herz.

Spirometrie

ist die Bezeichnung für einen umfassenden Lungenfunktionstest, den wir in der Arztpraxis Baden zur Beurteilung der Lungenfunktion verwenden. Ausführliche Informationen: siehe Ergospirometrie

Thorax

ist der medizinische Fachausdruck für den Brustkorb.

Trachea

ist der medizinische Fachausdruck für die Luftröhre.

Trommelschlegelfinger

sind ein äusserlich gut sichtbares Symptom von verschiedenen Lungen- und/oder Herzerkrankungen. Die Fingerenden der Betroffenen sind verdickt und erwecken den Eindruck von Sticks, wie Schlagzeuger sie benutzen. Trommelschlegelfinger entstehen, weil der Körper versucht, durch die Neubildung von Kapillaren (kleine Blutgefässe) an den Fingern eine bestehende Sauerstoffmangelversorgung auszugleichen.

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